Informieren Sie sich über die Katzenhaltung, Aufzucht von Katzenbabys, Gesundheitsvorsorge, Katzenkrankheiten, tiergerechte Fütterung und Grundsätzliches.

Die Grundausstattung für den angehenden Katzenhalter

Ein paar Ausrüstungsgegenstände sollten Sie schon bereithalten, bevor Katzen in den Haushalt ziehen. Dazu gehören zum Beispiel das Futter, die Futternäpfe und das Katzenklo samt Einstreu. Die Katzentoilette sollte ausreichend groß sein und das Katzenstreu muss der Katze gefallen. Welche Streusorte Ihr Katzenbaby mag, lässt sich nur durch Probieren herausfinden. Manche Katzenbabys haben da einfach ihre Vorlieben und boykottieren das Katzenklo, wenn es nicht zu ihrer Zufriedenheit eingestreut ist. Ein stark verschmutztes Katzenklo benutzen diese reinlichen Tiere übrigens auch nicht. Sie sollten sich darauf einstellen, das Katzenklo mindestens einmal täglich zu säubern. Dafür brauchen Sie eine Streuschaufel und täglich etwas Geduld. Ob Ihnen die Toilettenreinigung mit klumpendem oder nicht-klumpendem Streu leichter fällt, müssen Sie testen. In Ihrem eigenen Interesse wählen Sie Streusorten mit einer hohen Saugfähigkeit und guten Geruchsbindung. Die letzte Entscheidungsinstanz für das Streu ist dennoch die Katze. Ein weiterer Gegenstand in Ihrem Katzenhalter-Repertoire könnte ein Kratzbaum sein. Den Kratzbaum sollten Sie den körperlichen Möglichkeiten und der Größe Ihrer Katze anpassen. Kletterhöhe und Abstände dürfen für ein Katzenbaby nicht so groß sein wie für ausgewachsene Katzen. Große und schwergewichtige Kater brauchen besonders stabile Kratzbäume. Das Wichtigste am Kratzbaum ist sein sicherer Stand. Manche Modelle werden an der Decke befestigt, andere an der Wand verankert. Welcher Kratzbaum geeignet ist, hängt unter anderem von Ihrer Wohnung und dem geplanten Standort des Kratzbaums ab. Wie der Kratzbaum aussehen und aus welchem Material er gefertigt werden soll, ist Ihrem Geschmack überlassen. Außerdem spielt wohl der Umfang Ihres Geldbeutels eine Rolle, denn die Preisspanne für Katzenkratzbäume ist erheblich. Günstige Modelle sind zum Beispiel aus Hartpappe und Sisal gefertigt, Holz und andere Materialien sind robuster und dafür etwas teurer.

Das ideale Katzenheim

Je mehr Punkte auf Sie zutreffen, desto besser: Die Ansprüche an das ideale Katzenheim.

  • In dem idealen Katzenheim hat der Besitzer täglich viel Zeit, um sich mit der Katze zu beschäftigen. Natürlich nur, wenn die Katze das will.
  • Der Besitzer hat kein Problem damit, wenn die Katze nicht schmusen möchte.
  • Der Besitzer sorgt für Spiele (Jagd- und Lauerspiele, Katzenfummelbrett, …).
  • Die Wohnung ist geräumig und “katzensicher”, Mieze darf überall hin und trifft auf Verständnis, wenn mal etwas kaputtgeht. Sie findet genug weiche Liegeplätze (Sofakissen, …).
  • Hier leben zwei oder mehr Katzen, so dass immer jemand zum Spielen oder Kuscheln da ist.
  • Wenn die Katze es möchte, kann sie Freigang haben. Prima ist ein abgesicherter Garten oder eine günstige Wohnlage fern von Straßenverkehr und anderen Gefahren.
  • Die Katzentoilette wird mehrmals täglich gereinigt. Streusorte und Standort wurden von der Katze abgesegnet.
  • Der Besitzer bringt die Katze immer rechtzeitig zum Tierarzt. Für Notfälle hat der Besitzer rechtzeitig ein Finanzpolster angelegt.
  • Das Futter ist artgerecht, immer frisch und schmeckt gut. Die Näpfe werden täglich gesäubert. Sauberes Trinkwasser rund um die Uhr ist selbstverständlich.

Katzenbabys

Woher bekommt man denn eigentlich ein Katzenbaby?

Kommen wir zum Abschluss zu der spannendsten Frage überhaupt: Alles ist vorbereitet und die Katze(n) sollen einziehen. Wo kommen sie her? Bevor Sie jetzt ein Verzeichnis der Katzenzüchter in Ihrer Gegend zurate ziehen oder die erstbesten Tieranzeigen durchgehen, überlegen Sie einen Moment, ob Sie nicht einem Tier aus dem Tierheim ein Zuhause geben möchten. Tierheime in Deutschland sind völlig überfüllt mit Katzen, teilweise harren hier mehrere hundert Tiere in demselben Heim aus. Darunter sind sowohl Rassekatzen als auch Katzenbabys zu finden. In einem guten Tierheim kennen die Tierpfleger auch den Charakter der Vermittlungskatzen und können Sie auf der Suche nach einem passenden Tier beraten. So bekommen Sie die Gelegenheit, einem Kätzchen zu helfen, das besonders dringend ein gutes Zuhause sucht. Aber Sie haben sich auf bestimmte Katzenrassen festgelegt? Für viele Katzenrassen gibt es Interessensgemeinschaften oder Vereine, die Notfalltiere vermitteln – beispielsweise, weil ein Katzenbesitzer seine Tiere nicht mehr behalten kann, weil es ungewollte Würfe gegeben hat usw. Vielleicht ist hier etwas für Sie dabei. Die charakterlichen Unterschiede zwischen zwei Tieren werden übrigens immer größer sein als die rassetypischen Unterschiede zwischen den Katzenrassen. Eventuell ist es also gar nicht nötig, sich auf eine bestimmte Rasse zu versteifen? Eine weitere Anlaufstelle ist Ihr Tierarzt, der möglicherweise etwas über Abgabetiere oder Katzenwürfe in der Umgebung weiß. Oft hängt in der Praxis ein Schwarzes Brett, über das Tiere vermittelt werden. Züchter, Tieranzeigen in Zeitungen und im Internet nehmen Sie kritisch unter die Lupe. Hier kann es sich um äußerst zweifelhafte Quellen handeln, denen das Wohl der Tiere völlig egal ist. Unseriösen Tierhandel sollte man nicht unterstützen, auch wenn man das Gefühl hat, man könnte hier eine Katze “retten” – für die eine verkaufte Katze werden zwei nachproduziert. Auch vor den Katzenbabys zu verschenken – Tieranzeigen sei hier gewarnt: Hier scheint es zwar nicht um finanziellen Profit zu gehen, es kann sich aber sehr wohl um Katzen aus nachlässiger Haltung handeln. Schlimmstenfalls sind die Katzen nicht entwurmt und nicht geimpft und brüten bereits irgendwelche Krankheiten aus. Die „Katzenbabys zu verschenken“ -Tieranzeigen bescheren Ihnen u. U. große Tierarztrechnungen und werden damit teurer als eine Rassekatze vom mehrfach ausgezeichneten Züchter.

 

Wenn die Katze aus seriöser Quelle stammt, ist sie selbstverständlich(!):

  • entwurmt
  • geimpft
  • und durfte bis zur 12. Lebenswoche (besser noch: 16.) bei der Mama bleiben.

 

Wer Katzenbabys zu verschenken hat, hat oft an der Wurmkur und der Grundimpfung gespart. Wenn es dem Vorbesitzer darum geht, ein schönes Zuhause für die Katze zu finden, wird er Sie auch ein bisschen ausfragen, wie die Katze bei Ihnen wohnen soll. Betrachten Sie das als etwas Positives! Auch Schutzgebühr und Schutzvertrag sind etwas Positives und dienen, wie der Name schon sagt, dem Schutz der Katze. Falls Sie vor der Schutzgebühr zurückschrecken, machen Sie sich klar, dass eine Katze durch Futter- und Tierarztkosten ein Vielfaches der Schutzgebühr an Kosten produzieren wird. Falls Sie Ihr Katzenbaby aus dem Tierheim holen, deckt die Schutzgebühr übrigens nur einen Bruchteil dessen, was das Tierheim für die Katze ausgegeben hat.